volleyclub

Jonglieren

Hier sollen die für volleyclub wichtigsten Begriffe aus der Welt des Jonglierens erklärt werden. Wer eine Übersicht über die Geschichte und Bedeutung des Jonglierens sucht wird beim   pyramidalen Kleinkunstverein fündig.
Da volleyclub mit Keulen gespielt wird werden hier alle Begriffe anhand von Keulen erläutert. Mit Ausnahme von Chops und Helis (die auf der Drehung beim Wurf beruhen) ist natürlich alles auch auf Bälle, Ringe etc übertragbar.

Kaskade

Das "typische" Jongliermuster für drei Keulen. Beide Hände werfen abwechselnd, die Flugbahn der Keulen ähnelt einer auf die Seite gefallenen 8. Um die Spielkeule anzunehmen muss sie beim volleyclub kurz mit den Spielerkeulen in eine Kaskade eingebunden werden.
[genauergesagt ist die Kaskade nicht nur das Grundmuster für drei Keulen sondern für jede ungerade Anzahl von Objekten]

Passen

Zwei oder mehr Jongleure jonglieren zusammen und werfen sich dabei ihre Keulen gegenseitig zu. In der Grundform zu zweit jonglieren beide eine Drei-Keulen-Kaskade, vorher festgelegte Würfe (z.B. jeder zweite Wurf aus rechts, 4-count) werden zum Partner geworfen. Darauf aufbauend kann man mit beliebig vielen Jongleuren, beliebig vielen Keulen und beliebigen Würfen (doppelte und dreifache Drehung etc) beliebig komplizierte Passing-Muster erfinden. Gut passen zu können ist beim volleyclub extrem hilfreich.

Self

Englisch für "Eigenwurf" - die Keule wird von der einen Hand in die andere Hand des Jongleurs geworfen. Jongliert eine Person alleine sind somit alle Würfe selfs. Beim volleyclub sind nach der Angabe keine selfs mit der Spielkeule mehr erlaubt.

Chop

Die Keule wird nicht wie beim Passen üblich von unten nach oben geworfen sondern gleich oben (meist neben dem Kopf) abgeworfen. Sie dreht sich genau entgegengesetzt zur üblichen Drehrichtung und ist deswegen anfangs ungewohnt zu fangen, landet beim Passen aber (zumindest theoretisch) genau in der geöffneten Hand. Chops sind beim volleyclub sehr beliebt da die Spielkeule sich dabei knapp übers Netz drehen kann.

Heli(kopter)

Die Keule wird mit seitlicher Drehung geworfen, dreht sich also wie die Rotorblätter eines Helikopters. Diesen Wurf sieht man so gut wie nie beim Passen, auch beim volleyclub sind Helis eher die Ausnahme.

Backdrop

Der Partner zu dem eine Keule gepasst werden soll steht nicht vor dem Werfenden sondern hinter ihm. Die Keule wird also ohne Sichtkontakt zum Empfänger über die Schulter nach hinten geworfen.

Backcross

Eine Keule wird hinter dem Rücken geworfen anstelle vor dem Körper. Beim volleyclub teilweise zu sehen wenn es einem Team zu gut geht...


Ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier noch einige Begriffe die mit volleyclub zwar nichts direkt zu tun haben, aber beim Jonglieren häufig vorkommen:

Shower

Ein besonders bei Bällen (und bei Anfängern) beliebtes Jongliermuster: im Gegensatz zur Kaskade wirft nur eine Hand, die andere Hand fängt die Bälle und übergibt sie; die Bälle fliegen also im Kreis. Im Shower lässt sich auch eine gerade Anzahl von Objekten jonglieren, allerdings muss schon bei relativ wenigen Objekten vergleichsweise hoch geworfen werden.

Take-Out

Ein Jongleur jongliert ein Muster mit drei oder mehr Keulen, ein anderer nimmt sich eine davon heraus und legt sie wieder hinein ohne das Muster zu unterbrechen.

Siteswaps

Ein Versuch Jongliermuster mathematisch durch Ziffernfolgen zu beschreiben. Es wird angenommen das beide Hände abwechselnd werfen, jede Ziffer steht für die Anzahl Würfe nach denen das gerade geworfene Objekt wieder geworfen wird. Um herauszufinden ob eine Ziffernfolge ein gültiger Siteswap ist addiert man die einzelnen Ziffern der Folge auf und teilt durch die Anzahl der Ziffern in der Folge. Das Ergebnis gibt die Anzahl der Objekte an die man für diesen Siteswap braucht, wenn keine natürliche Zahl herauskommt funktioniert diese Ziffernfolge nicht als Siteswap. Kommt eine natürliche Zahl heraus so lässt sich mathematisch beweisen dass es eine Permutation (Vertauschung der Ziffern innerhalb der Folge) gibt die einen gültigen Siteswap darstellt und somit jonglierbar ist. Über die Art des Wurfes (normal, hinter dem Rücken, mit verschränkten Armen, etc) machen Siteswaps keine Aussage.
Beispiel: die Dreiball-Kaskade lässt sich durch den Siteswap "3333333..." oder kurz "3" beschreiben - jeder Ball wird drei Würfe später wieder geworfen. Der Siteswap "753" hat als Summer der Ziffern 15, geteilt durch 3 (Länge der Ziffernfolge) ergibt sich dass es ein Siteswap mit 5 Objekten ist. Siteswaps sind besonders bei Tricks mit vier und mehr Bällen beliebt.